Sensorische Integration verstehen – Sensibilitäten bei Kindern erkennen
22.08.2026 11:00 – 18:00 Uhr
Format: Präsenz
Praxis LH Ergotherapie
Ahrensfelder Weg 11
22927 Großhansdorf
Zielgruppe: Erzieher:innen, pädagogische Fachkräfte, Kita-Leitungen
Kinder reagieren unterschiedlich stark auf Reize – manche überempfindlich, andere deutlich unterempfindlich. In vielen Kitas führt das zu Missverständnissen, unnötigen Konflikten und falschen Erwartungen an das Kind.
Dieses Seminar vermittelt das nötige Wissen, um sensorische Besonderheiten sicher zu erkennen, richtig einzuordnen und im Alltag kompetent damit umzugehen.
Ziele des Seminars
Nach diesem Fortbildungstag können die Teilnehmenden:
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hyper- und hyposensible Kinder sicher erkennen
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sensorische Verarbeitungsprozesse verstehen und einordnen
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Unterschiede zwischen „nicht wollen“ und „nicht können“ besser einschätzen
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pädagogische Situationen anpassen, um Über- oder Unterforderung zu verhindern
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konkrete Strategien anwenden, um den Alltag für diese Kinder stabiler und stressärmer zu gestalten
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Eltern kompetent beraten und Entwicklungsprozesse besser einschätzen
Inhalte
1. Grundlagen der sensorischen Integration
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Was bedeutet sensorische Verarbeitung?
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Die wichtigsten Sinnessysteme und ihre Funktionen
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Warum sensorische Integration für Lernen, Verhalten und Emotionen entscheidend ist
2. Hypersensibilität erkennen
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Typische Anzeichen im Kita-Alltag (z. B. Lärmempfindlichkeit, Abwehr von Berührung, Rückzug)
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Häufige Missverständnisse und Fehleinschätzungen
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Was hypersensible Kinder brauchen – und was ihnen schadet
3. Hyposensibilität verstehen
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Typische Verhaltensbilder (z. B. hoher Bewegungsdrang, „grenzenloses“ Verhalten, starkes Reizsuchverhalten)
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Warum diese Kinder häufig als „anstrengend“ oder „unkonzentriert“ gelten
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Pädagogische Strategien zur Regulation und Förderung
4. Praxisorientierte Fallarbeit
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konkrete Fallbeispiele aus der Kita
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Analyse mit klarer Struktur
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direkte Übertragung auf eigene Kindergruppen
5. Handlungsmöglichkeiten für den Kita-Alltag
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Reizreduktion vs. Reizangebote – wann was sinnvoll ist
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Umgang mit Übergängen, Gruppenaktivitäten und Stresssituationen
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Kommunikation mit Eltern: professionell, klar und wertschätzend
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Kleine Alltagsinterventionen mit großer Wirkung
6. Teamarbeit & Raumgestaltung
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wie strukturelle Faktoren Kinder entlasten oder belasten
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sinnvolle Anpassungen ohne „alles umzubauen“
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ein gemeinsames Verständnis im Team schaffen
Methoden
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Fachinput
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interaktive Fallarbeit
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praktische Übungen
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Diskussion & Erfahrungsaustausch
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Material- und Handlungsempfehlungen für den Alltag
Nutzen für die Einrichtung
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weniger Missverständnisse im Umgang mit sensiblen Kindern
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stabilere Gruppenprozesse
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sicherere pädagogische Entscheidungen
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Entlastung für Fachkräfte
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nachvollziehbare Kommunikation mit Eltern
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ein klarer Blick für Kinder, die sonst „auffallen“, ohne dass klar ist warum
Referent
Levi Hackbarth ist staatlich examinierter Ergotherapeut und Fachtherapeut für sensorische Integration. Er arbeitet mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und pädagogischen Fachkräften – mit dem Ziel, Entwicklung zu stärken und ein sicheres, wertschätzendes Miteinander zu fördern. Als Gründer der Praxis LH Ergotherapie in Großhansdorf verfügt er über langjährige praktische Erfahrung in der Arbeit mit sensiblen Kindern. Mehr über Levi Hackbarth
Häufige Fragen (FAQ)
Wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt?
Ja, alle Teilnehmenden erhalten nach dem Seminar eine offizielle Teilnahmebescheinigung.
Was ist im Preis enthalten?
Enthalten sind der gesamte Fortbildungstag inkl. Arbeitsmaterialien und Handlungsempfehlungen für den Kita-Alltag.
Für wen ist das Seminar geeignet?
Das Seminar richtet sich an Erzieher:innen, pädagogische Fachkräfte und Kita-Leitungen, die ihre Kompetenzen im Umgang mit sensiblen Kindern erweitern möchten.
Wo findet das Seminar statt?
Das Seminar findet in Präsenz in der Praxis LH Ergotherapie, Ahrensfelder Weg 11, 22927 Großhansdorf (Raum Hamburg) statt.



